Projekte

s p i e l z e u g f r e i e r __ K i n d e r g a r t e n

Bedeutung und Hintergrund des Projektes:

"Das Projekt "Spielzeugfreier Kindergarten" basiert auf der Erkenntnis, dass ausgebildete Lebenskompetenzen, wie z. B. Kommunikations- und Konfliktfähigkeit, Selbstvertrauen, Frustrationstoleranz ... wichtige Schutzfaktoren gegen eine mögliche Suchtgefährdung sind. Diese sollen deshalb im Projekt erkannt, gefördert, weiterentwickelt und gestärkt werden.

Bezogen auf die Fülle der Angebote und die Konsumorientiertheit im Kindergarten und zu Hause geht es also darum, wieder einmal Spiel-Raum zu schaffen. Schließlich erleben Kinder häufig – trotz oder gerade wegen des Überflusses – Langeweile, haben wenig Ausdauer und sind schnell frustriert. Sie brauchen also immer wieder Frei-Raum und ihre Zeit, um sich zu erfahren, selbst zu bestätigen und Selbst-Bewusstsein zu entwickeln. Voraussetzung ist, dass vor allem die Erwachsenen bereit sind, sich auf die neue, ungewohnte "leere" und vor allem unplanbare Situation einzulassen und sich und den Kindern das Vertrauen schenken, mit dieser Situation umgehen zu können."
(Zitat aus dem Heft: "Spielzeugfreier Kindergarten- Ein Projekt zur Suchtprävention für Kinder und mit Kindern" von Elke Schubert und Rainer Strick).

Projektverlauf:

über einen Zeitraum von 3 Monaten wird aus dem Kindergarten alles Spielzeug herausgenommen, Werkzeuge und Materialien sollen nur auf Anfrage oder Anregung der Kinder gegeben werden, die Erzieherinnen bieten keine Anregung zu Spielen oder Themen, die Erzieherinnen dokumentieren ihre Beobachtungen.

Es erfolgt ein regelmäßiger Austausch mit dem Landratsamt Regensburg, Eltern erhalten vor dem Projektbeginn grundlegende Informationen über Ziele und Durchführung des Projektes (z.B. zeitlicher Rahmen des Projektes), die Eltern werden anhand von Elternbefragungen und Elternabenden in das Projekt mit einbezogen. Das Projekt wird anhand von Filmaufnahmen und Fotos dokumentiert.

Mittendrin - in der spielzeugfreien Zeit:

Abholung Spielsachen: Nach 2-wöchiger Ausräumphase, demokratischen Abstimmungen und vielen Besprechungen sind die Kinder in der spielzeugfreien Zeit voll angekommen. Der Höhepunkt war die Abholung unserer ganzen Spielsachen und deren - dankenswerter Weise - kostenlosen Einlagerung.
Der Firma Papier Liebl, namentlich Herrn Doll, danken wir sehr herzlich für die Einlagerung der Spielsachen während der Zeit des Projekts.

Mit den verbliebenen Polstern, Tüchern, Decken, Stäben und Kartons sind die Kinder voller Freude und mit vielen kreativen Ideen bereits eingetaucht und wir, das Personal und sicher auch die Eltern der Kinder - sind neugierig, wie sich die Wochen weiterentwickeln werden.

W a l d w o c h e

Bedeutung und Hintergrund des Projektes:

Mit der einmal jährlich durchgeführten Waldwoche wollen wir den Kindern ganzheitliche Naturerfahrungen mit allen Sinnen ermöglichen (sehen, riechen, hören, fühlen). Sie lernen nicht nur den Wald kennen, sondern auch einen verantwortungsbewussten Umgang mit den dort lebenden Tieren und Pflanzen.

Wir geben den Kindern die Möglichkeit, sich dort frei zu bewegen, um so ein gesundes Körperbewusstsein zu entwickeln. Durch das Erforschen des Waldes wird ihr Wissensstand erweitert und sie erleben Freiheit und Abenteuer und schulen ihr Sozialverhalten.

Der Aufenthalt in der Natur und der Umgang mit den verschiedenen Materialien und Bodenbeschaffenheiten fördert die Kreativität, sowie die Entwicklung von Sicherheit, Selbstständigkeit und Selbstvertrauen.

Projektverlauf:

tägliche Fahrt mit öffentlichem Verkehrsmittel nach Leoprechting, von der Bushaltestelle aus ca. 10 Minuten Fußweg zum ausgewählten Waldstück

am Sammelplatz werden täglich die Regeln besprochen, jedes Kind hat einen Rucksack mit Brotzeit, Getränk und Sitzunterlage dabei

die Kinder entscheiden selbst, mit wem und über welchen Zeitraum sie spielen, die Vorschulkinder dürfen unter Aufsicht am Sammelplatz schnitzen

in kleinen Gruppen, begleitet von einer Erzieherin, durchstreifen die Kinder den Wald in entlegenere Waldstücke,

der Bereich des Bachs darf ebenfalls erforscht und bespielt werden.

Die Erzieherinnen halten sich beobachtend im Hintergrund und geben, falls nötig, Hilfestellungen.

Kindergarten - Projekt April 2021 - Kleine Küken nach 21 Tagen!

Die Kinder beobachten und lernen, was sich beim Ausbrüten von Eiern in einem Brutkasten entwickelt. Nach 21 Tagen sollen kleine gesunde Hühnerküken schlüpfen.

Wir wollen die Küken beobachten, pflegen und füttern und ihr Heranwachsen beobachten. Wenn alles gut läuft, werden wir einen Teil der Hühner in gute Hände abgeben. 3-4 Hühner möchten wir behalten und weiter auf unserem Außengelände versorgen. Die Kinder dürfen dann Verantwortung für die Tiere übernehmen und werden bei der täglichen Pflege mit eingebunden. Wir möchten den Hühnern nicht nur einen Stall zur Verfügung stellen, sondern auch ein Freigehege bauen.

Im Mai ist es soweit! Ein Teil unserer Küken ist geschlüpft und sie freuen sich bester Gesundheit! Die Küken wachsen und gedeihen durch die Pflege unserer Kindergartenkinder.

Unser Hühnerprojekt schreitet voran, im Juni wird das Aussengehege zusammengebaut und die Küken dürfen täglich schon Zeit im Garten verbringen und die nähere Umgebung erkunden. Die Kinder verfolgen die Entwicklungsschritte begeistert.

Unsere Küken entwickeln sich unterschiedlich schnell. Am meisten neugierig sind wir aber alle, wer von den Kleinen sich als Hahn oder welches sich als Henne entpuppen wird. Es bleibt also spannend!

Vielleicht mögen Sie uns eine kleine Geldspende für den Unterhalt der Tiere zukommen lassen!Wir alle freuen uns darüber und kaufen dafür Futter und Einstreu.

Stall und Freigehege sind seit Juli fertig und werden von unseren Hühnern bewohnt; sie sind schon sehr gewachsen und gedeihen prächtig. Vielen Dank an Helene, für die sehr gute Organisation und Durchführung des "Projekts"!  

Auch wenn derzeit die Kindergarten-Kinder in Sommerferien sind, unseren Hühnern geht es gut; sie werden "gehegt und gepflegt" und im Wechsel von Teilen des Personals gefüttert.

Die Kinder freuen sich auf September, wenn sie "ihre Hühner" wieder sehen - vielleicht ist schon das eine oder andere Ei gelegt.

Unser Kindergarten-Projekt April 2021 hat nun auch die "Mittelbayrische" publiziert. In einem Artikel am 16.10.2021 schreibt sie: Im Kasernenviertel sind die Hühner los! Der Kindergarten St. Matthäus hat seit sechs Monaten tierische Mitbewohner. Lesen Sie hier weiter.

 

Eine wunderbare Überraschung - Hurra, hurra - heute am 21. Dezember 2021 war das erste Ei im Nest. Die Kinder und auch wir, vom Personal, sind total begeistert.

Ei, Ei, - jetzt sind`s sogar schon zwei ... nach Huhn Zora legte nun auch LittleFoot ihr erstes Ei! Bei sonnigem Wetter genießen unsere Hühner und ihr Hahn den Platz auf dem Bänkchen vor der Eichhörnchengruppe.

Weitere Infos zu unseren Hühnern - Helene hat ein Angebot mit unseren ersten „Eiern“ durchgeführt: Sie hat mit den Kindern besprochen wie das Ei im Huhn heranwächst, unsere verschiedenfarbigen Eier den betreffenden Hühnern zugeordnet und zum Schluss noch Rührei gekocht, das die Kinder mit großem Appetit gegessen haben.

Seit über einem Jahr bereichern die tierischen Mitbewohner das Leben der Kindergarten-Kinder.

Unseren 4 Hühnern geht es gut, sie legen auch fleißig Eier. Allerdings wohnt der Hahn „Fido“ nicht mehr bei uns. Er kräht jetzt fleißig auf einem Gnadenhof im Landkreis.

An Ostern 2022 bekam jedes Kind in sein Osternest zusätzlich ein Ei von einem unserer Hühner. Sie unterscheiden sich ja sehr in der Farbe, sodass die Erzieherinnen einen persönlichen Gruß vom jeweiligen Huhn auf das Ei schreiben konnten.

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Bildrechte: KiGa St. Matthäus Rgbg
littlefoot_ostern
Bildrechte: KiGa St. Matthäus Rgbg